06.01.2012 - 6 Jahre Berlin Boom Orchestra + Martin Jondo + El Bosso & Die Ping Pongs
Kesselhaus in der Kulturbrauerei

Seit 6 Jahren spielt das Berlin Boom Orchestra am ersten Wochenende nach Sylvester ihr traditionelles Neujahrskonzert. Angefangen im ausverkauften Club Kato, folgten mehrmals Konzerte im Festsaal Kreuzberg & SO36, welche jedes Jahr ebenfalls ausverkauft waren. Anfang 2011 war das SO36 so schnell überfüllt, dass man noch ein Zusatzkonzert veranstalten musste.
Zum 6-Jährigen Bestehen der Reggae & Skaband hat man sich nun etwas Besonderes einfallen lassen: Damit alle Leute genug Platz zum Feiern haben, wird das Konzert im Kesselhaus veranstaltet. Als Gäste hat man sich an dem Abend 2 hochkarätige Acts aus der Reggae-& Skaszene eingeladen.
Martin Jondo als „Vertreter“ der Reggae-Szene ist einer der versiertesten Protagonisten dieses Genres. Der Spiritualität des Roots-Reggae stets verbunden, schafft es der in Berlin geborene Halbkoreaner, das Lebensgefühl und die Inhalte der Rastafari Bewegung, in stilübergreifende und doch treffsichere Popsongs zu verschmelzen, die Kopf wie Hintern bouncen lassen. In unzähligen Live-Auftritten, solo wie auch im Vorprogramm von Gentleman, Erykah Badu, Raphael Saadiq, Culcha Candela oder Peter Fox, erspielte Martin Jondo sich eine europaweite Fangemeinde, die ihm schon 2004, noch vor Erscheinen seiner ersten EP „Rainbow Warrior“, das Prädikat „Bester Newcomer“ im Leserpoll des Genre-Magazins Riddim bescherte.
Zu El Bosso & Die Ping Pongs als Vertreter der Ska-Fraktion muss man nicht viel sagen: Eine der ältesten & bekanntesten deutschen Ska-Bands kann man als „Legende“ bezeichnen. Seit 1989 begeistern sie ihre Fans mit „Immer nur Ska“ und beeinflussten damit mindestens eine komplette Jugendgeneration. Nach 3 Jahren Pause spielt die Band ihr erstes Konzert im Kesselhaus und das gleichzeig als Record Release des neuen Albums „Tag vor dem Abend“ (VÖ. 20.01.2012)
Beginn: 19:30 Uhr.
Tickets für 9 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten Ticket-Stelen oder im Netz unter Koka36.de
Mutabor - Neues Album “Das Blaue” erhältlich!

Blau ist das Meer, welches Tiefe und Ursprung ausdrückt. Blau ist der Himmel, der Weite und Freiheit symbolisiert. Blau ist die Farbe der Sehnsucht und der Harmonie. In diesem Kosmos bewegt sich das neue Album der Band Mutabor. Ein musikalisches Kraftpaket für die fragende Seele. Orchestral und vielseitig arrangierte Punk- und Rocksongs, die vor Energie und Spielfreude strotzen. Was Stilpuristen nicht für möglich halten, ist ihr Konzept: Punkrock, Folk und Pop verbinden sich zu eingängigen und kraftvollen Songs, welche die Zerrissenheit des Individuums aufspüren, um ihm lächelnd den Spiegel entgegen zu halten.
Die Songs entwickeln einen lyrischen Dialog zwischen Innen und Außen, zwischen humanistischen Idealen und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Das Album spannt einen Bogen von unserer Rolle als verkonsumiertes Mitglied einer Spaßgesellschaft (“Zu Verkaufen”) zu unserem inneren Käpt´n, der mit lechzendem Herzen die Insel sucht (Mein Käpt´n). Sarkastische Punkrocknummern wie “Chancengleichheit” parodieren das Ideal der Gleichberechtigung im Wettbewerb sozialer Anerkennung. Rockhymnen wie Illusion erzeugen Weite ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Mit der laut TAZ „famosen Nullbocknummer“ “Jamma” gelingt Songschreiber Axl Makana das seltene Kunststück, auch mentale Grau-Stimmung aufzuhellen, so dass am Ende Grau zu Blau wird. Mutabor stehen für diese positive Verwandlung, die sich durch das mehr als 15jährige Schaffen dieser Band zieht. Viva la Humanidad - es lebe die Menschlichkeit. Visionen werden nicht nur besungen, sondern in gleichnamigen Projekten verwirklicht. Eine Seelenverwandtschaft mit Rio Reiser, dem Begründer des „Agit-Rock“, ist unüberhörbar und wird mit dem Titel Mut schließlich auf den Punkt gebracht: “Es gibt nichts zu verlieren außer deine Angst… „
Das Album ist auf der Mutabor Homepage erhältlich.
Berlin Boom Orchestra - Neues Album “Hin und Weg”
„Berlin Boom Orchestra - der Sound der erfolgreichen deutschen Ska- und Reggae-Band bringt euch garantiert zum Tanzen. Nach drei Jahren spielt die Band inzwischen in ganz Deutschland und avancierte zu einer der beliebtesten deutschsprachigen Skabands.“ [Riding Higher Festival, 2010]
Nachdem das erste Studioalbum „Kaboom“ [MKZWO, 2008] und die EP „Live in Kreuzberg“ [MKZWO, 2009] in der ersten Auflage ausverkauft ist, folgt nun das zweite Studioalbum „Hin und Weg“. [Pork Pie, 2010]
Mit „Hin und Weg“ beweist die Band, eine qualitativ hochwertige Reggaeband zu sein. Im Juni 2010 frisch auf den Markt gebracht, besticht das Album mit 18 Tracks zwischen urbanen Reggae, Dancehall und Ska. Ein unverwechselbarer Gesang prägt die deutschsprachigen Songs.
Für die Aufnahmen und das Mastering des Albums konnte Kraans de Lutin und sein Team gewonnen werden, welche u. a. mit Culcha Candela [Universal Music] und Rotfront amtliche Erfolge vorzuweisen haben. Für den Mix zeichnet sich Deutschlands Reggae-Ambassador Ganjaman verantwortlich, welcher kurzerhand auch noch Backinggesang und Key-Overdubs zum Album beisteuerte.
Das Album unterstreicht inhaltlich sowie musikalisch die Entwicklung der Band in den letzten Jahren. Mit dem Sound hat die Band sich im Bereich Reggae eine eigene Welt geschaffen. Digitale Effekte für Gitarre und Schlagzeug werden genauso eingeflochten wie tausend kleine Einzelsounds der V-Drum. Textlich bewegt man sich zwischen einer Party nach Berliner Maßstäben, persönlichen Schicksalsschlägen und gesellschaftskritischen Themen. Alles in allem ist das Album eine gelungene Mischung zwischen Reggae & Ska mit gekonnten Ausflügen in Richtung Dub und Balkan.
Das Album ist auf der Berlin Boom Orchestra Homepage erhältlich.
Bonfyah - Debutalbum erfolgreich released
Es fühlt sich an wie ein Sommermärchen: Eine Band tritt 5 Monate nach ihrer Gründung zum 10ten Konzert an und gewinnt prompt bei einem bekannten Musikfestival auf der Reggaestage! So geschehen beim „So klingt Berlin Festival“ Ende Juli 2009. Um so erfreulicher ist, dass man sich gegen Bands durchsetzen konnte, die schon seit vielen Jahren im Reggaebereich fest verankert sind und mehrere Alben auf dem Markt haben. Nun kann man sich über die Preise freuen: Eine professionelle Albumproduktion, ein Fotoshooting und ein Bandcoaching - alles in Zusammenarbeit mit renomierten Firmen.
Zwei Monate später passiert dann etwas, womit niemand gerechnet hatte: Im ausverkauften Berliner Kesselhaus (1.000er Location) gewinnt die Band auch noch das Finale !!
Bonfyah heißt diese Band, von der man in Zukunft noch viel hören wird. Musikalisch bedient die Band auf der einen Seite den klassischen Reggae - aufgepeppt mit Dancehall- & Skastücken. Eine gute Mischung lässt es nie langweilig werden und jeden Zuhörer schnell tanzen! Auf der anderen Seite sticht jedoch das Besondere hervor: Die Frontfrau hat solch eine umwerfende Soulstimme, dass einem der Atem stehen bleiben könnte. Durch den Gesang entwickelt die Musik eine Dynamik, dass man nur noch sagt: WOW!
Langsame Parts beim Song „Nature“ klingen wie bei der US-Soulsängerin Alicia Keys [Sony BMG] und rufen sofort Träume jeder Art hervor. Doch es geht auch schneller: Bei den Songs „Goodbye“ & „Sweet Up“ rappt und singt die Sängerin gekonnt und pusht die schon knalligen Songs noch einmal ein Stück nach Vorne.
Anfang Januar wurde das Album mit einem rauschenden Fest gefeiert. Bald erscheinen Videos und Fotos. Schaut euch solange den Gewinner-Auftritt aus dem Kesselhaus an.
Bonfyah gewinnt “So klingt Berlin Festival” from wallcitymusic on Vimeo.
The Busters - Neues Album Waking the Dead
Lebenselixiere wie Energie, Hoffnung, Phantasie und gute Musik werden gerne von der vermeintlichen Realität erdrosselt und modern unter einer bleischweren Grabplatte aus Routine, Lethargie und Pessimismus dahin. Das rief Anfang 2009 die Busters auf den Plan, die mit gezücktem Spaten und Schweißgerät den Mächten der Finsternis mit ihrem neuen Album „Waking The Dead“ das Handwerk legten.
Der Weckruf der badischen Jogging-Jive-Band wird selbst von Darth Vader nicht überhört werden, wenn akkuratester Kraut-Rocksteady auf vitalsten Polka-Soul trifft. Positive Energie ohne Ballermann-Gefahr, denn das musikalische und textliche Niveau dieser Qualitäts-Tanzplatte (yes, we are German) dürfte bei allen 10 nackten Friseusen zu Kurzatmigkeit führen. Apropos 10: Die Busters spielen nunmehr zu zehnt, Ron Marsman ist alleiniger Sänger und Mathias Demmer bedient alles, was sich der Instrumentenfamilie der Saxophone zuordnen lässt.
Den kritischen Zustand obengenannter Lebenselixiere hatte ungefähr zur selben Zeit auch Jonas Grosch, seines Zeichens Filmregisseur, im Auge, und so schrieb und realisierte er das Lichtspiel “Resiste - Aufstand der Praktikanten”, eine humorvolle, temporeiche Anleitung, die Umstände den Wünschen anzupassen und das Leben VOR dem Tod nicht sich selbst zu überlassen. Da sowohl Jonas Grosch als auch die weibliche Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel erklärte The-Busters-Fans sind, erhielt die Band den ehrenvollen Auftrag am Soundtrack mitzuarbeiten - eine Zusammenarbeit, deren Früchte für beide Seiten überaus erfreulich sind. So ließ es die Aktrice sich nicht nehmen, die Busters bei vier Songs gesanglich zu unterstützen, ein bis dahin eher unbekanntes Klangbild bei den The Busters.
Bis dato ungewohnt sind auch einige andere Details dieser aktuellen Produktion, sei es das Aufnahme-Procedere, der durch die Umbesetzung veränderte Sound des Ensembles, die Thematiken der Songs oder die musikalische Umsetzung des Oeuvres, Änderungen die einen weiteren künstlerischen und klanglichen Fortschritt der Band zeitigten.
Ohne aufgesetzte Posen und Mätzchen, dafür mit viel Energie und Haltung werden Stimmungsbilder entworfen, die zwar oft positiv sind, aber nicht mit der simplen Bezeichnung “Gute-Laune-Mucke” abgetan werden können.
Der Weckruf ist ergangen, wer jetzt die Schlummer-Taste drückt ist selber schuld!